michele in Australien. Australien in michele.

strandkopf Australien ist nicht das Paradies. Es ist zu komplex. Man kann mit den Menschen gut auskommen, aber das Land ist kompromisslos, unerbittlich und manchmal unwirtlich. Es ist nicht Jedermanns Sache! Als michele anrief und uns sagte, dass er uns hier in "Down Under" besuchen wolle, am anderen Ende der Welt, da wusste ich sofort, dass er sich hier wohl fühlen würde.
bei der Arbeit Es ist nicht leicht zu wissen, was man erwarten soll, wenn man das erste Mal in Australien ankommt. Man kann sich sehr viel Wissen aus Büchern anlesen, aber das hilft einem nicht viel. michele ging es nicht anders. Er hat aber diese Haltung, alles schaffen zu können, und damit kommt er in Australien weiter. Seine Kunst hat eine geradlinige, einfache Authentizität, die gut mit der knallharten Sonne des australischen Sommers, der Fülle des großen südlichen Kontinents und der weitläufigen Küstenlinie Australiens harmoniert.
performancegalerie Als michele in Melbourne ankam, plante er einen Urlaub vom Malen. Am Ende seines Aufenthaltes arbeitete er, ging schwimmen, arbeitete wieder und brachte diese inneren Qualitäten zum Vorschein, die so gut mit diesem bemerkenswerten Ort schwingen. Das Ergebnis war eine spontan zusammengestellte aber erfolgreiche Ausstellung in Melbourne. Die geistige Reise zu diesem Punkt ging von Besuchen verlassener Strände mitten in der Nacht über ritualhafte Pilgerreisen zu einem kleinen Aussichtspunkt über das Meer auf den Klippen bis zu einem Wiedersehen lange vermisster Verwandter in Tasmanien.
post Ich glaube dass michele's Zeit in Australien den Antipoden in ihm ausgeformt hat, seine Augen für die daraus resultierenden Möglichkeiten geöffnet hat und ein Wesen der Kunst hervorgebracht hat, indem er diesem zeitlosen Kontinent treu blieb. Alle Achtung.

Brian Long
Melbourne; Oktober 2005
Übersetzung von Robert Koo